Info-Ausstellung in St. Martinus Greven

Seit dem 20.04.2012 informiert die TelefonSeelsorge Münster über ihre Arbeit in der Katholischen Kirche St. Martinus im Zentrum von Greven. Die Pastoralreferentin Andrea Antkowiak hatte spontan zugesagt, sich dafür einzusetzen, der Ausstellung in den Kirchenräumen einen Platz einzuräumen. Die Werbung neuer Ehrenamtlicher steht im Zentrum der Ausstellung; zugleich können sich interessierte Bürger auch über das Angebot der TelefonSeelsorge am Telefon und in der Mail- und Chatberatung informieren.
Die TelefonSeelsorge sucht zur Zeit wieder neue Ehrenamtliche für die Arbeit am Telefon und in der Onlineberatung. Wer sich für diese Aufgaben interessiert, findet in der Ausstellung alle wichtigen Informationen. Die nächste Ausbildunggruppe startet nach den Herbstferien 2012 und dauert 1,5 Jahre. Neben der qualifizierten Ausbildung zur Vorbereitung auf die Tätigkeit am Telefon, begleitet die TS ihre Ehrenamtlichen kontinuierlich durch Supervision und bietet regelmäßig Fortbildungen an, um die Qualität der Arbeit der Ehrenamtlichen zu sichern.
Aufgrund der intensiven Begleitung ist die Zufriedenheit der Ehrenamtlichen mit ihrem TS-Engagement sehr groß, wie eine bundesweite Umfrage in den TS-Stellen im letzten Jahr ergab. In der TS Münster engagieren sich die Ehrenamtlichen im Schnitt 9,5 Jahre. Ein eindruckvoller Wert, der sicher deutlich macht, dass diese Arbeit erfüllend und bereichernd erlebt wird.
Standorte:
20.04. - 05.05.2012 St. Martinus Greven
05.05. - 12.05.2012 St. Josef Greven
12.05. - 27.05.2012 St. Franziskus Reckenfeld
Informationen zur Info-Ausstellung
TelefonSeelsorge nun auch auf facebook präsent

Seit wenigen Tagen arbeitet die TelefonSeelsorge mit dem sozialen Netzwerk facebook zusammen. Ein wichtiges Ziel ist es, Menschen mit suizidalen Absichten oder Gedanken, die sich in facebook bewegen, ein Beratungsangebot zu machen. Dazu gibt es eine eigene Seite unter dem Titel: Meldung von Inhalten mit Suizidbezug, auf der User des Netzwerks Äußerungen mit suizidalem Inhalt melden können.
Zur facebook Präsenz der TelefonSeelsorge geht es hier.
Zur Meldeseite für Postings mit suizidalem Inhalt geht es hier.
Bewerbungsphase für die neue Ausbildungsgruppe 2012 beginnt
Die TelefonSeelsorge ist eine Einrichtung der akuten Krisenintervention und seelsorglichen Begleitung, die jedem Menschen in Not, Verzweiflung und Suizidgefahr die Möglichkeit gibt, Hilfestellung zu erhalten. Wer bei uns anruft, trifft auf ehrenamtlich tätige Menschen, die die Beratungsarbeit am Telefon rund um die Uhr gewährleisten.
Wir suchen ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!
Sie sind interessiert?
Sie suchen eine persönliche Herausforderung?
Sie wollen sich engagieren?
Was wir von Ihnen erwarten:
- Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit und die Fähigkeit, sich auf andere einzulassen.
- Bereitschaft und Möglichkeit einer kontinuierlichen Mitarbeit für ca. 6 Stunden pro Woche für mindestens 2 Jahre nach der Ausbildung.
- Nicht jünger als 25 und nicht älter als 63 Jahre.
Was Sie von uns erwarten können:
- Eine professionelle Ausbildung über ca. 1 ½ Jahre (3 Std. pro Woche) mit den Schwerpunkten Selbsterfahrung, Gesprächstraining und –methoden, Krisenintervention.
- Regelmäßige Weiterbildung und Supervision in Kleingruppen nach der Ausbildung.
Rufen Sie uns bitte an und vereinbaren einen Gesprächstermin.
Wir freuen uns über Ihr Interesse!
Rita Hülskemper (Leiterin)
Thomas Kamm (stellv. Leiter)
Tel: 0251 - 48257-0
Beginn Grundausbildung 2012: Oktober 2012
Detaillierte Informationen über die Grundausbildung der TelefonSeelsorge
TelefonSeelsorge stellt Studie "Engagement und Zufriedenheit" vor

In der vergangenen Woche stellte die TelefonSeelsorge die Studie "Engagement und Zufriedenheit bei ehrenamtlich Mitarbeitenden der TelefonSeelsorge in Deutschland" vor. In der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mitfinanzierten Studie wurden 2.145 ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Telefonseelsorge zu ihrer Arbeit befragt. Laut Untersuchung sind über 80 Prozent der ehrenamtlichen Mitarbeiter weiblich, nur jeder fünfte ist ein Mann. Über die Hälfte der Ehrenamtlichen befinden sich im mittleren Lebensalter zwischen 30 und 59 Jahren. Zwei Drittel verfügen über einen höheren Bildungsabschluss, darunter haben 12 Prozent das Abitur sowie 51,7 Prozent einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss. Rund 80 Prozent gehören der katholischen oder evangelischen Kirche an. 2,9 Prozent bekennen sich zu einer anderen christlichen Konfession, 0,5 Prozent zu einer anderen Religion und 16,9 Prozent sind nicht religiös gebunden. Anlass für die Studie ist das Europäische Jahr zum Freiwilligen Engagement.
Die Ehrenamtlichen der TelefonSeelsorge sind sehr zufrieden mit ihrer Arbeit. Das ist ein zentrales Ergebnis der Umfrage. Es bestätigt, dass es der TelefonSeelsorge gelungen ist, die Qualifizierung und die Wertschätzung zu gewährleisten, die für diese anspruchsvolle Tätigkeit angemessen ist. Voraussetzungen hierfür sind verlässliche Arbeitsbedingungen und eine tragfähige Arbeitsgemeinschaft zwischen Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen.
Downloads zu diesem Thema
Engagement und Zufriedenheit (Studienergebnisse im Einzelnen)
Statement des Vorsitzenden der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Franz-Josef Bode
Statement der Vorsitzenden der Evangelischen Konferenz für TelefonSeelsorge und Offene Tür, Ruth Belzner
"Engagement heute – Ehrenamt und Freiwilligentätigkeit"
Die TelefonSeelsorge in Westfalen präsentierte ihre Arbeit im Rahmen des Zukunftskongresses "Engagement heute – Ehrenamt und Freiwilligentätigkeit“, den das DRK am vergangenen Wochenende in der Halle Münsterland ausrichtete. Genauso wie das Deutsche Rote Kreuz ist die TelefonSeelsorge in ihrer Arbeit auf das Engagement zahlloser ehrenamtlich Tätiger angewiesen. Dieses Engagement muss gesellschaftlich gewollt und ermöglicht werden. Dazu veröffentlichte das DRK eine Münsteraner Erklärung, die Sie unten als Download finden.
Karl Schiewerling zu Besuch in der TS Münster
Der CDU Abgeordnete Karl Schiewerling (MdB für den Wahlkreis Coesfeld/ Steinfurt II) besuchte am 11.10.2011 die TelefonSeelsorge in Münster. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte, so machte der Bundestagsabgeordnete zu Beginn seines Besuchs deutlich, sei die Arbeit Ehrenamtlicher. Er gab dann jedoch freimütig zu, dass es eine Weile gebraucht habe, die TS in Münster in den Blick zu bekommen. Diese habe ihren Standort in Münster und damit nicht innerhalb seines Wahlkreises, ihre Anrufer erreichten die TS natürlich aus dem Stadtgebiet Münster, aber eben auch aus den Kreisen Coesfeld, Steinfurt, Warendorf und dem nördlichen Kreis Borken. Umso mehr freue es ihn, heute die Gelegenheit zu haben, sich grundlegend über die Arbeit der Ehrenamtlichen in der TelefonSeelsorge zu informieren.
Für einen informativen Austausch hatte der Abgeordnete viel Zeit mitgebracht. Während des regen Gesprächs ging es ihm darum zu erfahren, mit welchen Themen, Fragen und Problemen sich die Anrufenden bei der TS melden, womit die Ehrenamtlichen sich am Telefon auseinandersetzen müssen und wie sie auf ihre Aufgabe vorbereitet werden. Die Breite der Themen, mit denen sich Anrufende an die TS wenden, beeindruckte den Abgeordneten. Dass viele Menschen in Not- und Krisensituationen die Unterstützung durch das Gespräch mit einer/ einem Ehrenamtlichen in Anspruch nehmen, war aus seiner Sicht zu erwarten. Über den Umfang der Gespräche mit psychisch erkrankten Menschen, die die TS für eine Stabilisierung beispielsweise am Wochenende in Anspruch nehmen, wenn deren Betreuung nicht im gewohnten Umfang stattfindet, zeigte sich der Abgeordnete erstaunt. Überhaupt nicht erwartet hatte Karl Schiewerling, dass es auch Anrufende gibt, die das Angebot der TS missbrauchen, so etwa die sogenannten Sexanrufer.
Am Ende des Gesprächs ermutigte der Abgeordnete die Ehren- und Hauptamtlichen der TS, sich mit den Möglichkeiten des neuen Bundesfreiwilligendienstes auseinanderzusetzen. Hier seien an vielen Stellen die sich bietenden Optionen noch nicht ausgelotet.
Bündnis 90/Die Grünen/GAL zu Gast in der TS
Im Vorfeld der Beratungen über die städtischen Zuschüsse an soziale Einrichtungen für das nächste Haushaltsjahr im Rat der Stadt Münster besuchte eine Abordnung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL die TelefonSeelsorge. Ziel des Besuches war es, sich ein Bild von der Arbeit der Ehrenamtlichen am Telefon und in der Mailberatung zu machen.
Gisela Holz, Ratsfrau im Rat der Stadt Münster, zeigte sich besonders interessiert an den Themen und Problemen, mit denen Menschen in der TS anrufen. Die beiden Sprecherinnen der Ehrenamtlichen, Angela Müller-Rochholz und Regine Foerster, standen ihr hier ausführlich Rede und Antwort. Rita Hülskemper, Leiterin der TS Münster, erläuterte das Aus- und Weiterbildungskonzept für die Ehrenamtlichen und hob insbesondere den hohen Einsatz, den diese mit ihrer Arbeit leisten, hervor. Im Schnitt bringen sich Ehrenamtliche mit rund 20 Stunden im Monat in der TS ein, wobei hier auch individuell andere Verabredungen möglich sind. Dass die TS ein attraktiver Einsatzort für ihr Engagement ist, zeigt ihre hohe Verweildauer von durchschnittlich neun Jahren.
Nicht ganz leicht ist die telefonische Beratung von Menschen mit Migrationshintergrund, ein Thema, dass Otto Reiners und Petra Dieckmann ins Gespräch brachten. Voraussetzung für einen guten telefonischen Kontakt ist, dass sich beide Seiten verstehen und sich verständlich machen können. Das setzt die Beherrschung der deutschen Sprache wenigstens in den Grundzügen voraus. Sprachbarrieren stellen ein wesentliches Hindernis im Beratungsprozess dar, aber auch schon in der Information über das Seelsorge- und Beratungsangebot der TS. Dass diese Problematik jedoch nicht nur vor dem Hintergrund von Migration eine entscheidende Rolle spielt, machte Thomas Kamm, stellv. Leiter der TS, deutlich. Aus ganz Deutschland erreichten die TS Münster Anrufe über Handy. Die Erfahrung der TelefonSeelsorge sei, dass Menschen in Krisensituation häufig in die ihnen vertrautesten Sprachmuster verfallen, d.h. auch in den Dialekt ihrer Heimatregion. Auch in solchen Fällen falle eine Verständigung am Telefon nicht leicht.
Für muslimische Menschen, die sich mit ihren Sorgen an die TelefonSeelsorge wenden, kooperiert die TS in Situationen, in denen die Verständigung schwierig ist oder die Gesprächsthemen eng mit religiösen Implikationen verknüpft sind, mit dem Muslimischen SeelsorgeTelefon (MuTeS) in Berlin. Dieses ist 16 Stunden täglich erreichbar, dienstags erfolgt eine Beratung auch auf Türkisch.
Weitere Informationen über MuTeS finden Sie hier.

