Dorothea Deppermann informierte sich über die Arbeit der TelefonSeelsorge

 

Anlässlich des 50sten Geburtstags der TelefonSeelsorge Münster besuchte Dorothea Deppermann (MdL Bündnis 90/Die Grünen) die Geschäftsstelle und informierte sich über die Arbeit der TelefonSeelsorge. In dem einstündigen Gespräch mit Joachim Fischer,  Leiter der TelefonSeelsorge Münster, ging es um die Ausbildung für diese Tätigkeit, um Unterschiede zwischen Mail- und Telefonseelsorge, vor allem aber um die Belange der Ehrenamtlichen. Frau Deppermann sprach dabei auch über eigene Erfahrungen, so hat sie sich mehrere Jahre auf einer Palliativstation ehrenamtlich engagiert.  „Auch schwierige‘ Ehrenämter machen ‚Spaß‘, so Deppermann, „man kann Menschen Leid nicht abnehmen, aber da sein und begleiten. Das ist sehr erfüllend.“  Joachim Fischer und Dorothea Deppermann verabredeten weiteren Austausch über die Arbeit der TelefonSeelsorge.

Eine Kerze für das Ehrenamt!!

Der 5.12. ist Tag des Ehrenamts!

Wie wichtig ehrenamtliches Engagement für unsere Gesellschaft ist, ist wieder und gerade auch in den letzten Jahren deutlich geworden.

Allein in der TelefonSeelsorge Deutschland engagieren seit Jahren mehr als 7000 Ehrenamtliche aller Altersschichten, aller Konfessionen und Religionen. Gemeinsam ist ihnen der Wunsch, Menschen durch schwierige Lebensphasen am Telefon, per Mail oder Chat zu begleiten, 24 Stunden täglich, 7 Tage die Woche und an 365 Tagen im Jahr! Und ganz häufig ist ihre Motivation für ihr ehrenamtliches Tun dadurch bestimmt, dass sie etwas zurückgeben möchten!

Die zweite Adventskerze brennt für Euch!

Ihr seid da!

 

Ihre TelefonSeelsorge

 

 

 

Adventszeit! Licht im Dunkel

In vielen Gesprächen, hier in der TelefonSeelsorge, in den Mails, die wir bekommen, ist von der Schwere oder dem Dunkel die Rede, das viele Menschen für ihre Lebenssituation empfinden. Und wenn wir nachhaken, ist es vor allem die Einsamkeit, die dieses Dunkel ausmacht. Gerade jetzt, wo so viele Lichter leuchten, auf Weihnachtsmärkten, hinter Wohnungsfenstern empfinden viele Menschen ihre eigene Einsamkeit nur noch stärker. 

Für diese Menschen möchten wir die erste Kerze im Advent anzünden!

Wir sind da!

Ihre TelefonSeelsorge

 

Eindrucksvoller Empfang anlässlich des 50sten Geburtstags!

Mit einem Empfang in den Räumen der evangelischen Studierendengemeinde feierte die TelefonSeelsorge Münster ihren 50sten Geburtstag. Vorausgegangen war ein ökumenischer Gottesdienst in der Apostelkirche, der von der TelefonSeelsorge gestaltet und mit vielen Gästen gefeiert werden konnte. Während des Empfangs drückten Bürgermeisterin Maria Winkel, die Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink (Bündnis 90/Grüne) und die Vertreterin der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, Maria Kleineidam ihre hohe Wertschätzung für das Engagement der Ehrenamtlichen aus und kündigten ihre weitere Unterstützung der Arbeit an. Für den Kreis Steinfurt war Tilman Fuchs, Sozialdezernent des Kreises Steinfurt, präsent,  coronabedingt per Video, der in seinem Grußwort auch auf seine persönliche Verbundenheit mit der TelefonSeelsorge hinwies, war doch sein Vater, Pfr. Christian Fuchs, der eigentliche Initiator der Gründung vor 50 Jahren gewesen. Ein schöner Bezug!

Wir sind auch weiterhin für Sie da! Auf die nächsten 50 Jahre!

Ihre TelefonSeelsorge Münster

TelefonSeelsorge®Münster feiert „Geburtstagsgottesdienst“

Mit einem ökumenischen Gottesdienst am 3. September um 16 Uhr in der Apostelkirche in Münster möchte die TelefonSeelsorge® ihren 50sten Geburtstag auch öffentlich feiern. Seit 1972 engagieren sich hier Menschen ehrenamtlich und schenken ihre Zeit und Aufmerksamkeit anderen Menschen. In diesem Zeitraum wurden mehr als 500.000 Gespräche geführt und mehr als 10.000 Mails beantwortet. Ein wenig dessen, was die TelefonSeelsorge® ausmacht, soll in der Feier spürbar werden, die von der TelefonSeelsorge® gestaltet und von Superintendent Holger Erdmann und Stadtdechant Jörg Hagemann geleitet wird.

 

 

 

 

Geburtstag! Wir werden 50!

Am 20. Juli 1972 startete um 7.15 Uhr die Arbeit der TelefonSeelsorge Münster.  Unter Leitung von Werner Inhülsen, Dipl. Psych. aus Hamburg, begannen 52 Ehrenamtliche, überwiegend Frauen, ihre Tätigkeit am Telefon. Seit dieser Zeit waren bis mehr als 800 Männer und Frauen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr für Menschen aus Münster und den umliegenden Kreisen am Telefon, zunächst unter der Festnetznummer 40202 und 40201, jetzt unter der bundesweit bekannten 0800 1110111. Vorausgegangen war eine mehr als zweijährige Vorarbeit, Planung und Organisation, die auf Initiative des evangelischen Pfarrers Christian Fuchs zurückging und als ökumenische Telefon-   Seelsorge Münster gegründet wurde.

In den 50 Jahren wurden mehr als 500.000 Gespräche geführt, bei einem Einzugsgebiet von 1,25 Millionen Menschen eine stolze Zahl. Und schon zu Beginn war es besonders das Thema Einsamkeit, das im Mittelpunkt der meisten Gespräche stand und bis heute eines der zentralen Themen am Telefon ist.

Die TelefonSeelsorge war und ist Spiegel gesellschaftlicher und politischer Ereignisse oder Prozesse, und dies nicht nur bei den Anrufenden. So war schon die Gründung der TelefonSeelsorge Münster als ökumenische Einrichtung ein Ausdruck der kirchenpolitischen Entwicklung der frühen 70er, nämlich der Öffnung der Kirche in die Welt und damit eingeschlossen auch der Wunsch der „Laien“ nach stärkerem, sichtbaren Engagement. Bis heute lebt die TelefonSeelsorge von diesem hohen Engagement der Ehrenamtlichen und wird davon getragen.

Technisch musste die TelefonSeelsorge Münster natürlich auch Schritt halten. Festnetz, ISDN-Leitungen, Internet, Handy, Smartphone sind nur einige Stichworte für die technische Entwicklung der Telefonie, die immer neue Herausforderungen schuf. Und so kamen im Laufe die Mailberatung und zuletzt noch die Entwicklung einer App hinzu, um die neuen Kommunikationskanäle nutzen zu können und eben dort auch Angebote zu machen.

Die TelefonSeelsorge Münster bietet kostenlos und anonym rund um die Uhr Gespräche am Telefon und Mailberatung an. Zurzeit sind 85 Ehrenamtliche tätig, die Dienstälteste seit nunmehr 30 Jahren und die „Jüngsten“ sind im Juni an den Start gegangen.

 

Wir sind da!

 

Ihre TelefonSeelsorge Münster

KrisenKompass- App etabliert sich

– Der „KrisenKompass“ der Telefonseelsorge hat sich als ein weiterer Baustein der Krisenintervention etabliert. Rund ein Jahr nach Freigabe der App bei Google Play und im App Store liegen die aktuellen Downloadzahlen des „Notfallkoffers für die Hosentasche“ im März bei je etwa 11.000. „Es war natürlich ein Zufall, dass wir den KrisenKompass fast zeitgleich mit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 fertiggestellt haben“, sagt Dr. Stefan Schumacher, Leiter der Telefonseelsorge Hagen-Mark und einer der Initiatoren der App. „Im Nachhinein stellen wir fest: er hätte gar nicht passender kommen können. Denn inzwischen wissen wir, dass depressive Stimmungen und Suizidgedanken in der Krise zugenommen haben oder jedenfalls deutlich häufiger von unseren Kontakten am Telefon, per Mail oder Chat genannt werden, als vor der Pandemie. Genau bei solchen Gefühlslagen kann der KrisenKompass Hilfe bieten.“

Die App richtet sich an drei Gruppen: an Menschen, die sich deprimiert fühlen oder bereits Suizidgedanken haben, an Menschen, die bei Angehörigen oder im Freundschaftsumfeld solche Stimmungen wahrnehmen und an Menschen, die durch den Suizid einer ihnen nahestehenden Person belastet sind. Sie bietet Hilfen zur Einordnung der als quälend empfundenen Gefühle, vermittelt Fakten rund um diese Gefühlslage und zeigt, wie sich Krisen meistern und Kraftquellen aufbauen lassen. Wechselseitige Verstärkung über verschiedene Kommunikationswege „Wir bekommen positive Rückmeldungen zum KrisenKompass interessanterweise sehr oft von unseren Beraterinnen und Beratern am Telefon und bei der Chat- und Mailberatung“, konstatiert Rita Hülskemper, die die Telefonseelsorge-Stelle in Münster leitet und ebenfalls an der Konzeption des KrisenKompass mitgearbeitet hat. „Das deutet daraufhin, dass auf den Download oft in einem nächsten Schritt die Kontaktaufnahme zu einem Gegenüber erfolgt, sodass die emotionale Situation dann auch im Dialog bearbeitet werden kann.“ „Und umgekehrt empfehlen unsere Ehrenamtlichen den KrisenKompass auch an ihre Kontakte“, fügt Bernhard Wagener hinzu, stellvertretender Dienststellenleiter in Siegen und Dritter im Bund des KrisenKompass-Teams. „Insgesamt ergänzt die App damit unser Unterstützungsangebot perfekt und ist gerade durch ihre Niederschwelligkeit ein Einstieg in die Kommunikation über dieses schwierige Thema.“ .

Selbstverständlich gäbe es auch Kritik, etwa an mangelnder Barrierefreiheit der App. Dies sei für das Entwickler-Team ein Ansporn, sie weiter zu optimieren. Hauptsächliche Nutzung durch Betroffene und im Freundschaftsumfeld. Von den drei angesprochenen Zielgruppen nutzen nach den vorliegenden Erkenntnissen – die allerdings nicht auf systematisch erfassten statistischen Daten beruhen – an erster Stelle persönlich Betroffene den KrisenKompass. „Aber auch Freundinnen und Freunde, die sich Sorgen machen, geben uns Rückmeldungen“, so noch einmal Rita Hülskemper. Nur relativ wenig ließe sich über die Gruppe der von einem Suizid im eigenen Umfeld Betroffenen aussagen. „Hier gibt es bisher nur vereinzelte Rückmeldungen, dass über den KrisenKompass ein Gesprächs-, Mail oder Chat-Kontakt zustande kam.“ Insgesamt freuen sich die Team-Mitglieder über das Erreichte. „Unsere Vermutung, dass auch über dieses Medium Beratung und Unterstützung in seelischen Krisen möglich und notwendig ist, hat sich bestätigt“, betont Stefan Schumacher. „Jetzt müssen wir dafür Sorge tragen, dass noch mehr Menschen diese Möglichkeit der Unterstützung durch Selbsthilfe kennen und bei Bedarf nutzen.“