TelefonSeelsorge-Stellen von Hochwasser betroffen

 

Alle Mitarbeitenden unverletzt
Erreichbarkeit auch aus den Krisengebieten wird gewährleistet

Münster, 28.Juli 2021 – Auch auf die Arbeit der TelefonSeelsorge hat sich die Unwetterkatastrophe ausgewirkt. Die Dienststelle Bad Neuenahr-Ahrweiler mit Standort in Ahrweiler ist nicht mehr zu benutzen. Zur großen Erleichterung aller sind unter den Mitarbeitenden keine Toten zu beklagen. TelefonSeelsorge hat die 24/7-Erreichbarkeit auch in den Krisengebieten sichergestellt.

„In unseren über 100 Dienststellen bundesweit erleben wir die Betroffenheit und das Mitgefühl unserer Mitarbeitenden. Wenn vermeintliche Sicherheiten so brutal weggespült werden, wenn viele Todesopfer und existenziell Betroffene zu beklagen sind, rührt das alle zutiefst an“, erklärt Michael Hillenkamp, katholischer Vorsitzender der Evangelisch-Katholischen Kommission (EKK), des bundesweiten Leitungsgremiums der TelefonSeelsorge. „Und wir sind tief beeindruckt von den Kolleginnen und Kollegen vor Ort, die sich der Sicherstellung der Erreichbarkeit mit bewundernswerter Energie widmen. Sie wollen gerade jetzt für die Menschen da sein.“

Auf der Bundesebene wurde beschlossen, der von der Flut am heftigsten getroffenen  Dienststelle in Bad Neuenahr-Ahrweiler kurzfristig eine größere Summe zur Unterstützung zur Verfügung zu stellen. Dort wird gerade eine neue Unterkunft für die mittelfristig nicht mehr erreichbare Dienststelle aufgebaut.

„Was wir hier zurzeit erleben, hat sich niemand vorstellen können“, sagt Werner Gross, geschäftsführender Vorstand der TelefonSeelsorge Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. „Die Räume sind noch da, aber sie sind bis auf weiteres unbenutzbar. Es gibt weder Strom noch Gas noch Wasser, keine funktionierende Kanalisation, kein Telefonnetz – kurzum, hier kann niemand mehr Dienst machen.“

Trotz des Ausfalls dieser Dienststelle mitten im Krisengebiet bleibt die Erreichbarkeit der TelefonSeelsorge gewährleistet. Denn für den Fall, dass einzelne Dienststellen ausfallen, greift das erweiterte Routing. „Es ist uns ein Anliegen, dass wir bei Ausfällen einzelner Stellen kurzfristig einspringen können“, erklärt Andrea Arndt, Routingbeauftragte für die  Region Rheinland. „In der Regel sind solche Ausfälle eher selten. Die Telekom bekommt dann von uns die entsprechenden Informationen und sorgt für die Weiterleitung der Anrufe. Zurzeit ist es so, dass Anrufe, die aus Bad Neuenahr-Ahrweiler getätigt werden, in die Region Rheinland weitergeleitet werden, so dass eine höhere Erreichbarkeit entsteht.“

Annelie Bracke, Dienststellenleiterin der katholischen TelefonSeelsorge in Köln, erlebt eine langsame Steigerung bei der Zahl der Anrufe. „Wir hatten zunächst gar nicht so viele Anrufe zu diesem Thema; nur wenige davon kamen von persönlich Betroffenen, es gab mehr Anrufe von Menschen, die durch die Katastrophe massiv berührt waren. Seither steigern sich die Anrufzahlen aber auch von Betroffenen oder Helfern“, berichtet sie. „Das betrifft Bad Neuenahr-Ahrweiler und Erftstadt; letzteres gehört sowieso zu unserem Einzugsgebiet. Wir haben auch eine Mitarbeiterin aus Erftstadt, sie hatte Glück, ihr und ihren Angehörigen ist nichts passiert.“

Auch in Kaiserslautern kommen Anrufe von betroffenen Menschen an. „Wir rechnen allerdings nicht sofort mit einer dramatischen Zunahme“, sagt die stellvertretende Stellenleiterin der TelefonSeelsorge Pfalz, Astrid Martin. „Denn in den Krisengebieten sind ja auch die Telefonnetze nur teilweise verfügbar. Wahrscheinlich kommt das Gros der Anrufe zu dieser Thematik erst in den nächsten Tagen und Wochen auf uns zu. Im Augenblick bekommen wir zu dem Thema eher Anrufe von Menschen, die, ohne selbst betroffen zu sein, durch die Bilder und Nachrichten geschockt sind. Das sind oft Menschen, die bereits psychisch stark belastet sind.“ Die Stelle in Kaiserslautern sieht zukünftig aber auch den Bedarf, sich um die vielen Helfenden zu kümmern, die teilweise schwer erschüttert von ihren Einsatzorten zurückkämen.

Die Dienststelle in Hagen war ebenfalls von der Flutkatastrophe betroffen. „Die Zufahrtsstraßen waren keine Straßen mehr, sondern mehr oder weniger reißende Wasserläufe“, konstatiert Birgit Knatz, Leiterin der TelefonSeelsorge Hagen-Mark. „Und dennoch haben sich viele unserer Ehrenamtlichen zu uns durchgeschlagen – teils auf abenteuerliche Weise. Sie wollten in dieser Katastrophe unbedingt für die Menschen da sein.“

Während sich auch hier die Zahl der Anrufenden, die über die Flutkatastrophe sprechen wollen, bisher noch in Grenzen hält, sind es einzelne Anrufe zum Thema, die erahnen lassen, wie es in vielen Menschen aussieht.

„Wir hatten Anrufe von Menschen, die gerade noch ihre Haustiere aus dem Garten retten konnten; von Menschen, die Angehörige oder Freunde in den Hochwassergebieten vermutet haben oder sie dort in Rettungseinsätzen wussten und von vielen, die zwar nicht selbst betroffen, aber tief bewegt sind von den Schicksalen ihrer Mitmenschen in den am schlimmsten betroffenen Gebieten“, schildert Birgit Knatz. „Sehr berührt hat mich auch ein Anrufer, in dem durch die Flutkatastrophe die Erinnerungen an eine frühere Katastrophensituation hochkamen, die ihm jetzt sehr zu schaffen machen. Dieses Hochwasser löst wirklich viel aus.“

Derweil ist die Dienststelle in Ahrweiler ist bereits mit dem Aufbau einer Infrastruktur in kurzfristig zur Verfügung gestellten Räumen befasst. „Wir hoffen, die Notrufnummern schon in dieser Woche zumindest stundenweise wieder besetzen zu können“, sagt Werner Gross. „Das ist unseren Mitarbeitenden ein echtes Anliegen. Sie sagen zurecht, dass sich kaum jemand besser in die Lage der Menschen hier einfühlen kann als sie, die die Katastrophe hautnah miterlebt haben.“

Die Beteiligten vor Ort erleben eine Welle der Hilfsbereitschaft, die, so Werner Gross, ein wirklicher Trost sei. Die Dienststelle hat ein Spendenkonto eingerichtet: „Wir haben zwar keine Toten zu beklagen, aber wir haben Mitarbeitende, die buchstäblich nur noch das besitzen, was sie am Leib tragen. Sie wollen wir damit unterstützen.“

„TelefonSeelsorge ist insgesamt gut aufgestellt, um auch in solchen Katastrophen eine Anlaufstelle sein zu können“, resümiert Frank Ertel, evangelischer Vorsitzender der EKK. „Was aber auch bei uns bleibt, ist die Sorge, dass solche klimabedingten Ereignisse zunehmen könnten und die Frage, ob wir für den Umgang mit solchen Katastrophen unsere Beraterinnen und Berater gezielt schulen sollten. Das Thema wird bei uns sicher auf der Agenda bleiben.“

Wer für die betroffenen TelefonSeelsorge-Ehrenamtlichen spenden möchte, kann das hier tun:

TelefonSeelsorge Ahrweiler e.V., IBAN: DE49 5775 1310 1000 5632 86, BIC: MALADE51AHR, Verwendungszweck: Wiederaufbau Mitglieder TS-Ahrweiler. Gemäß einer aktuellen Verfügung des Landes Rheinland-Pfalz reicht bis zum 31.10.2021 der Einzahlungs- / Überweisungsbeleg als Nachweis aus, eine Spendenquittung ist nicht erforderlich.

Bildquelle: TelefonSeelsorge Bad Neuenahr-Ahrweiler/privat

Endlich Ferien!!

Bald ist es soweit! Die Sommerferien beginnen!!

Aufregung liegt in der Luft. "Wohin fahrt Ihr in den Urlaub?" "Was macht Ihr in den Ferien?" Pläne werden gemacht und Verabredungen getroffen.

Für viele unserer Anrufenden ist all' dies nur eingeschränkt oder gar nicht möglich. Gesundheitliche, finanzielle Sorgen, aber auch Krisen wie Todesfälle oder Krankheiten machen es schwer, sich auf diese Wochen im Jahr zu freuen und konkrete Pläne zu fassen.

Auch viele Anrufende, die sich einsam fühlen, können Ferien und Urlaub nur wenig Positives abgewinnen. Die Stadt wird leerer, Institutionen wie Arztpraxen, Therapiezentren oder andere begeben sich in die Betriebsferien!

Wir sind da: Mit unseren Ehrenamtlichen können wir, wie gewohnt, entlastende Gespräche rund um die Uhr anbieten! Darauf sind wir stolz! Und wir erfahren in jedem Sommer, wie gut es ist, dass die TelefonSeelsorge keine Betriebsferien macht!

Wir wünschen Ihnen allen eine gute Zeit! Bleiben Sie gesund!

Ihre TelefonSeelsorge

 

 

1000€ Spende an die TelefonSeelsorge Münster!

Eine große finanzielle Anerkennung erhielt die  TelefonSeelsorge Münster für ihre Arbeit in der Corona-Epidemie.

Daniela Heitkamp hatte sich von den Berichten über die TelefonSeelsorge angespro- chen gefühlt und Kontakt mit uns aufgenommen. Ihr Arbeitgeber, die PSD Bank Westfalen-Lippe eG, bietet seinen Mitarbeitenden die Möglichkeit, einen von ihnen vorgeschlagenen Verein oder eine gemeinnützige Einrichtung mit einer Spende zu unterstützen. Frau Heitkamp schlug die TelefonSeelsorge Münster vor, die PSD-Bank folgte ihrem Vorschlag und spendete 1000€. Klaus Baune, stellvertretender Sprecher der Ehrenamtlichen, freute sich sichtlich: „Was für eine tolle Idee und was für eine Anerkennung unseres Engagements.“ Bei einem persönlichen Treffen in der Geschäftsstelle informierte sich Frau Heitkamp über die Arbeit der Ehrenamtlichen und machte noch einmal ihre Motivation deutlich: „Das Telefon war während der gesamten Zeit besetzt, Tag und Nacht, 24 Stunden lang, 7 Tage die Woche. Was für ein Engagement! Das hat mich sehr motiviert, die TelefonSeelsorge Münster vorzuschlagen.“

Uns hat Frau Heitkamp mit ihrer Idee eine sehr große Freude gemacht, wir werden diese Summe für Fortbildungen unserer Ehrenamtlichen im Herbst verwenden. Einen sehr herzlichen Dank an Frau Heitkamp und die PSD-Bank Westfalen-Lippe e.G.

Sybille Benning MdB im Gespräch mit Rita Hülskemper und Jutta Gladen von der TelefonSeelsorge Münster

"Der Einsatz der Ehrenamtlichen der Telefon- Seelsorge geht weit über das hinaus, was Ehrenamt für gewöhnlich bedeutet", betonte die CDU-Bundestags- abgeordnete Sybille Benning bei ihrem Besuch der TelefonSeelsorge Münster. Die Zahl der Anrufer hat sich erhöht, die Themen sind vielfältiger geworden - im Gespräch mit der CDU-Bundestagsabgeordneten informierten Rita Hülskemper als Leiterin und Jutta Gladen als hauptamtliche Mitarbeiterin über ihre Arbeit zu Corona-Zeiten. Bis zu 30 Prozent mehr Anrufe verzeichnete die Geschäftsstelle der TelefonSeelsorge in Münster insbesondere zu Beginn der Pandemie. "Auf einmal waren Kontakte zu Familie, Freunden oder Kollegen eingeschränkt. Einsamkeit, Sorgen um die Gesundheit und vor den gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie treiben noch immer viele Menschen um", berichtete Rita Hülskemper. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde daher das Team der Ehrenamtlichen um weitere Seelsorgerinnen und Seelsorger verstärkt. "Einsamkeit und Isolation machen den Menschen auf die Dauer krank. Gut, dass es Beratungsstellen gibt, an die sich ratsuchende Menschen mit ihren Sorgen und Nöten wenden können", zeigte sich Sybille Benning dankbar für die Arbeit der Ehrenamtlichen, die in den vergangenen Monaten häufig auch mehr Dienste übernommen haben als sonst.

Einig waren sich Sybille Benning und die Mitarbeiterinnen der TelefonSeelsorge darin, dass die gemachten Erfahrungen aus dieser Krise wichtig für die Zukunft sein können. "Die komplette Gesellschaft musste in den vergangenen Monaten improvisieren, eine Situation wie die Aktuelle kannten wir alle nicht", stellte Jutta Gladen fest. Das habe natürlich auch dazu geführt, dass Dinge im Nachhinein vielleicht anders gemacht worden wären: "Fehler passieren in so einer Situation. Wichtig ist nun, dass wir aus dieser Zeit lernen. Dann können wir in der nächsten Krise direkt anders reagieren." Das unterstrich auch Sybille Benning: "In jedem Arbeitsfeld gibt es "lessons learned", also Erkenntnisse, die wir durch die Pandemie gewonnen haben. Es wird entscheidend sein, dass wir uns über die gemachten Erfahrungen austauschen und festhalten, was in Zukunft anders laufen muss." Denkbar sei beispielsweise ein runder Tisch, an dem sich Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Beratungsstellen treffen. Über die Umsetzung will sich die Bundestagsabgeordnete weiter mit den Mitarbeiterinnen der TelefonSeelsorge austauschen.

 

KrisenKompass- App etabliert sich

– Der „KrisenKompass“ der Telefonseelsorge hat sich als ein weiterer Baustein der Krisenintervention etabliert. Rund ein Jahr nach Freigabe der App bei Google Play und im App Store liegen die aktuellen Downloadzahlen des „Notfallkoffers für die Hosentasche“ im März bei je etwa 11.000. „Es war natürlich ein Zufall, dass wir den KrisenKompass fast zeitgleich mit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 fertiggestellt haben“, sagt Dr. Stefan Schumacher, Leiter der Telefonseelsorge Hagen-Mark und einer der Initiatoren der App. „Im Nachhinein stellen wir fest: er hätte gar nicht passender kommen können. Denn inzwischen wissen wir, dass depressive Stimmungen und Suizidgedanken in der Krise zugenommen haben oder jedenfalls deutlich häufiger von unseren Kontakten am Telefon, per Mail oder Chat genannt werden, als vor der Pandemie. Genau bei solchen Gefühlslagen kann der KrisenKompass Hilfe bieten.“

Die App richtet sich an drei Gruppen: an Menschen, die sich deprimiert fühlen oder bereits Suizidgedanken haben, an Menschen, die bei Angehörigen oder im Freundschaftsumfeld solche Stimmungen wahrnehmen und an Menschen, die durch den Suizid einer ihnen nahestehenden Person belastet sind. Sie bietet Hilfen zur Einordnung der als quälend empfundenen Gefühle, vermittelt Fakten rund um diese Gefühlslage und zeigt, wie sich Krisen meistern und Kraftquellen aufbauen lassen. Wechselseitige Verstärkung über verschiedene Kommunikationswege „Wir bekommen positive Rückmeldungen zum KrisenKompass interessanterweise sehr oft von unseren Beraterinnen und Beratern am Telefon und bei der Chat- und Mailberatung“, konstatiert Rita Hülskemper, die die Telefonseelsorge-Stelle in Münster leitet und ebenfalls an der Konzeption des KrisenKompass mitgearbeitet hat. „Das deutet daraufhin, dass auf den Download oft in einem nächsten Schritt die Kontaktaufnahme zu einem Gegenüber erfolgt, sodass die emotionale Situation dann auch im Dialog bearbeitet werden kann.“ „Und umgekehrt empfehlen unsere Ehrenamtlichen den KrisenKompass auch an ihre Kontakte“, fügt Bernhard Wagener hinzu, stellvertretender Dienststellenleiter in Siegen und Dritter im Bund des KrisenKompass-Teams. „Insgesamt ergänzt die App damit unser Unterstützungsangebot perfekt und ist gerade durch ihre Niederschwelligkeit ein Einstieg in die Kommunikation über dieses schwierige Thema.“ .

Selbstverständlich gäbe es auch Kritik, etwa an mangelnder Barrierefreiheit der App. Dies sei für das Entwickler-Team ein Ansporn, sie weiter zu optimieren. Hauptsächliche Nutzung durch Betroffene und im Freundschaftsumfeld. Von den drei angesprochenen Zielgruppen nutzen nach den vorliegenden Erkenntnissen – die allerdings nicht auf systematisch erfassten statistischen Daten beruhen – an erster Stelle persönlich Betroffene den KrisenKompass. „Aber auch Freundinnen und Freunde, die sich Sorgen machen, geben uns Rückmeldungen“, so noch einmal Rita Hülskemper. Nur relativ wenig ließe sich über die Gruppe der von einem Suizid im eigenen Umfeld Betroffenen aussagen. „Hier gibt es bisher nur vereinzelte Rückmeldungen, dass über den KrisenKompass ein Gesprächs-, Mail oder Chat-Kontakt zustande kam.“ Insgesamt freuen sich die Team-Mitglieder über das Erreichte. „Unsere Vermutung, dass auch über dieses Medium Beratung und Unterstützung in seelischen Krisen möglich und notwendig ist, hat sich bestätigt“, betont Stefan Schumacher. „Jetzt müssen wir dafür Sorge tragen, dass noch mehr Menschen diese Möglichkeit der Unterstützung durch Selbsthilfe kennen und bei Bedarf nutzen.“

In diesem Jahr ist (fast) alles anders!

In dieser Woche beginnen in unserem Einzugsbereich die Sommerferien. Für viele Menschen ist dies keine unbeschwerte Zeit.

Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, die Sorge um die weitere Entwicklung der Pandemie, finanzielle und soziale Auswirkungen, all' dies sind Dinge, die belasten.

Wir erleben dies am Telefon immer wieder! Und wir erleben, wie entlastend es ist, darüber ins Gespräch zu kommen. Anonym und kostenlos, 7 Tage in der Woche, 24 Stunden!

Wir sind da, auch in den Sommerferien! 

Bleiben Sie gesund!

Ihre TelefonSeelsorge

 

Jahresbericht 2020: Steigerung der Mailberatung, Telefonate über das Jahr hinweg auf Vorjahresniveau

Die nun vorliegende Auswertung der Zahlen für das Jahr 2020 bestätigt den bundesweiten Trend der TelefonSeelsorge (R) Deutsch-land. Auch im Einzugsbereich der TelefonSeelsorge (R) Münster stieg die Zahl der Mailberatungen deutlich an. "Die Mailberatung wird von deutlich jüngeren Menschen genutzt als das Telefon", so Rita Hülskemper, Leiterin der TelefonSeelsorge in Münster. "Wir werden dies weiter ausbauen, um so auch dieser Zielgruppe stärker als bisher gerecht zu werden." Etwas überraschend waren die Zahlen der Anrufe. "Damit sind wir etwa auf Vorjahresniveau, hatten aber zu Beginn der Pandemie und der vorgenommenen Kontaktbeschränkungen im März bis zu 40% mehr Anrufe als in anderen Jahren". Hier zeigt sich über das Jahr hinweg, dass sich die Menschen mit den Herausforderungen arrangiert hatten. In der Mailberatung lässt die hohe Zahl von Themen wie Suizid/Suizidale Gedanken deutlich aufhorchen. Die TelefonSeelsorge(R) Deutschland hat auf diese Entwicklung schon im letzten Jahr mit dem "KrisenKompass" reagiert. Bis heute gibt es über 20.000 Downloads in aktiver Nutzung.

Weitere Zahlen und Informationen erhalten Sie hier

 

 

 

 

 

 

 

Wir wünschen einen schönen Sommer!!

Bald ist es soweit! Die Sommerferien beginnen!!

Aufregung liegt in der Luft. "Wohin fahrt Ihr in den Urlaub?" "Was macht Ihr in den Ferien?" Pläne werden gemacht und Verabredungen getroffen.

Für viele unserer Anrufenden ist all' dies nicht oder nur eingeschränkt möglich. Gesundheitliche, finanzielle Sorgen, aber auch Krisen wie Todesfälle oder Krankheiten machen es schwer, sich auf diese Wochen im Jahr zu freuen und konkrete Pläne zu fassen.

Auch viele Anrufende, die sich einsam fühlen, können Ferien und Urlaub nur wenig Positives abgewinnen. Die Stadt wird leerer, Institutionen wie Arztpraxen, Therapiezentren oder andere begeben sich in die Betriebsferien!

Wir sind da: Mit unseren Ehrenamtlichen können wir, wie gewohnt, entlastende Gespräche rund um die Uhr anbieten! Darauf sind wir stolz! Und wir erfahren in jedem Sommer, wie gut es ist, dass die TelefonSeelsorge keine Betriebsferien macht!

Wir wünschen Ihnen allen eine gute Zeit!

Ihre TelefonSeelsorge